Sagen Sie nein zu Allergien: Deutschland hat seinen ersten Roboter-Pollenmonitor vorgestellt

Jeder, der gegen bestimmte Pollen allergisch ist, bemerkt dies in der Regel ziemlich schnell, wenn er wieder auf der Straße ist. Es hilft auch, den sogenannten Blumenkalender zu betrachten. Überraschenderweise wird die Menge an Pollen in der Luft jedoch immer noch von den Menschen erfasst. Wissenschaftler setzten sich hinter ein Mikroskop und suchten nach Objekten von zehn bis 100 Mikrometern Größe. Dann mussten sie jeweils das Produkt der einzelnen Werke bestimmen. Die BAA 500, eine Box von Hund, wurde speziell für die Erfassung und Identifizierung von Pollen entwickelt.

Die Software vergleicht Pollen mit Bildern aus der Datenbank. Technische Grundlage dafür sind ein automatisches Lichtmikroskop und eine hochauflösende Kamera. Für die Erkennung von Pollen ist eine Software erforderlich. Diese wiederum wurde mit Hilfe einer Datenbank richtig geschult und kann nun genau sagen, woher der kleine Verbrecher kam – von Linde oder Nessel. Auf diese Weise ist es möglich, genau zu bestimmen, wie viele Pollen welcher Art in einem Kubikmeter Luft enthalten sind. Letzte Woche lag der Höchstwert bei 43 Bienenstöcken, 46 Graspollen und 107 Kalkpollen. Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Hamle (CSU) war so begeistert von dieser Fähigkeit, dass sie eine “neue Ära” für Allergiker ausrief. Tatsächlich existiert ein solcher Roboter nirgendwo sonst auf der Welt.

Diese Daten sollen ein neues Bild der Situation vermitteln.
Die Frage nach dem Mehrwert dieser Daten bleibt jedoch offen. Auch heute noch neigen Allergiker dazu, genau zu wissen, wann sie Probleme haben werden. Die Roboterdaten bestätigen nur das, was aufgrund der wässrigen Augen und des Juckreizes in der Nase bereits bekannt ist. Wichtige neue Erkenntnisse erhoffen sich die Forscher jedoch von der TU München und dem Helmholtz-Zentrum. Wie sich Pollenkonzentrationen in der Luft auf die Symptome der Betroffenen auswirken, ist bisher nicht untersucht worden. In diesem Fall hätte die Schaffung einer breiteren Datenbank erhebliche Fortschritte ermöglichen können. Auch die Allergieprävention sollte von der Arbeit des Roboters profitieren.

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